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Hönnetal

Naturschutz absurd: Part II

Ehemals war das Hönnetal bei Iserlohn ein idyllisches Tal. In den 60er Jahren erfolgte dann der Bau einer Bundesstrasse wie auch die Verlegung einer Bahnverbindung. Die örtlichen Gegebenheiten verlangten dabei umfassende Sprengungsarbeiten. Die 1967 gegründete IG-Hönnetal erreichte durch ihren Einsatz den Verzicht auf weitere Sprengungen.

Anfang der 80er Jahre, also gut 20 Jahre zu spät (in den 60er Jahren hätte die Idylle im Hönnetal noch durch eine Umgehungsstrasse anstelle der durch das Hönnetal verlaufenden Bundestrasse gerettet werden können) meldeten die Naturschutzverbände ihr Interesse an. Es folgte eine Welle von Kletterverboten! So wurde 1979 der gesamte nördliche Teil des Hönnetals mit einem totalen Kletterverbot belegt, 1990 folgten dann die letzten höheren Wände wie z.B. die Binoler Wand.

 

1995 steht für den Gipfel "absurden Naturschutzes".

Man bedenke, dass zu diesem Zeitpunkt alle lohnenden Felsen im Hönnetal mit einem Kletterverbot belegt waren. Teilweise wurden die Haken aus den Wänden entfernt etc.

Im Klartext wurde also der Klettersport als Bedrohung für die Erhaltung der bestehenden Flora und Fauna betrachtet.

Den 1995 durchgeführten Straßensicherungs-Maßnamen stand jedoch nichts im Wege. Ohne Rücksicht auf Vegetation und Vogelwelt wurde der vor den Felsen bestehende Wald abgeholzt, ein Sicherungszaun (Schutz vor Steinschlag) errichtet und schlussendlich zahlreiche, straßennahe Felsbereiche mit Mauerankern versehen.

Zusammenfassend ausgedrückt wird also alles nur Denkbare in die Wege geleitet, damit der Verkehr ungehindert und gefahrlos fließen kann. Wohlgemerkt widerrechtlich, denn die durchgeführten Maßnamen stehen im krassen Gegensatz zu den in einem NSG geltenden Schutzzielen.

 

Aber das Beklettern der Felsen ist strengstens untersagt???

 

Viele Bilder und weiteren Background gibt’s unter Free NRW.